29 Feb
So allmählich verschwinden sie aus unseren Vorgärten, die Wahrzeichen echten Deutschtums, die unermüdlichen Gartenzwerge. Ursprünglich wurden sie erstmals im Jahre 1744 in Wien zur Aufstellung in Barockgärten hergestellt aber bereits seit 1872 im thüringischen Gräfenroda in Serie aus Ton hergestellt. Einige Vorgartenbesitzer lassen es sich nicht nehmen, richtige Miniaturlandschaften zu formen, um da die emsigen Wichtel aufzustellen. Da stehen sie dann, entweder mit Spitzhacke und Schaufel, mit Laternen oder Schubkarren oder mit einem kleinen Bambi auf dem Arm, was wahrscheinlich gerade aus dem Wald geholt und somit vor dem nahenden Tod gerettet wurde. Einige Wichtel –und da ist es fast wie im richtigen Leben- dürfen sich auch ausruhen. Sie dürfen Zeitung lesen, Akkordeon spielen oder einfach nur so daliegen. Die schöne Wichtelwelt wurde allerdings in heutiger Zeit um einige weitere Wichtel bereichert. Da sind sie auch nicht mehr aus gebranntem Ton hergestellt und handbemalt, sondern bestehen aus Kunststoff „made in Asia“.
Diese Plastik-Wichtel sind auch schön anzusehen und natürlich viel preisgünstiger, sodass man sich viel mehr von ihnen in den Vorgarten stellen kann und man schont auch noch den Geldbeutel.
Leider ist die Freude heute nicht mehr ganz ungetrübt. Nichts Böses ahnend mache ich meinen täglichen Rundgang durch die Siedlung, mal sehen, ob auch noch alles in Ordnung ist und ob die Wichtel in den Vorgärten fein gewaschen und ordentlich in der Reihe stehen. Aber was muss man da heute manchmal sehen: Da liegt ein Wichtel mit einem Messer im Rücken, ein anderer zeigt einem den Stinkefinger und ein weiterer Wichtel hält seinen Mantel geöffnet (den nennt man dann den „Zeigezwerg“). Also, da kann man sich schon mal empören.
Aber warum verschwinden die niedlichen Kerlchen hin und wieder? Da hat sich doch tatsächlich ein Verein „Rettet die Gartenzwerge“ gebildet, entnimmt die Wichtel den Vorgärten und setzt sie im Wald wieder aus. Richtig so, Freiheit für den Gartenzwerg!
28 Feb
Es ist November und die überwiegend kalte, nasse und graue Zeit des Jahres beginnt. Die Bäume haben ihre Blätter beim letzten Herbststurm verloren und es hat den Anschein, als hätte sich die Natur zur Ruhe begeben und würde erst wieder im Frühjahr mit dem Sprießen des ersten Grüns erwachen.
Auch für den Hobbygärtner ist jetzt etwas Ruhe angesagt und er findet Muße, über den Verlauf des vergangenen Gartenjahres nachzudenken und sein Wissen über die gärtnerische Tätigkeit weiter zu verbessern. Vielleicht bietet sich auch ein Kurs bei der Volkshochschule an, um das Wissen im Gartenbau oder im Baumschnitt aufzubessern. Auch wäre jetzt die richtige Zeit, über den Anbauplan des nächsten Jahres nachzudenken.
Habe ich das Gartenjahr aber richtig ausgenutzt, dann ist mein Nutzgarten auch zum Jahres-ende noch nicht zur Ruhe gekommen, denn es kann jetzt noch einiges darin wachsen, wie zum Beispiel Kohlsorten wie Wirsing, Grünkohl und Rosenkohl oder auch Winterporree und Schwarz-wurzeln. Obwohl sie frosthart sind, sollten sie bis Dezember/Januar verbraucht sein.
Ein guter Tip ist, das Porree- oder Schwarzwurzelbeet dick mit Laub abzudecken, damit der Boden nicht gefriert. Das erleichtert die Erntearbeit.
Haben wir neben dem Gemüsegarten auch noch einen Obstgarten, so sollte auch dort noch die eine oder andere Arbeit erledigt werden. Ein heller Stammanstrich schützt die Bäume vor Frostrissen und gibt dem Baum eine glatte und gesunde Rinde. Wer es biologisch mag, kann als Stammanstrich eine selbst hergestellte Lehm-/Kuhmistmischung verwenden, aber auch der Handel bietet gute Stammanstriche an. Wohnt man in einer ländlichen Gegend, in der mit Wildverbiß zu rechnen ist, kann man die Bäume mit Maschendraht schützen oder man lässt einfach das Schnittholz unter den Bäumen liegen.
26 Feb
Wie sieht denn Ihre Zukunftsplanung so aus? Haben Sie da schon konkrete Pläne? Oder leben Sie in den Tag hinein? Also, für den Moment? Wenn ja, dann versuchen Sie doch mal sich vor zu stellen, dass Sie beispielsweise den Jackpot beim Lotto knacken. In diesem Monat war der höchste Jackpot in der Geschichte Deutschlands zu knacken. Es waren über dreiundvierzig Millionen Euro. Eine unvorstellbar große Summe. Wir glauben, dass es niemanden gibt, der sich so viel Geld vorstellen könnte, oder? Wenn Sie jetzt ausnahmsweise zu diesen Menschen gehören, dann melden Sie sich bitte bei uns. Aber nun zum eigentlichen Kern dieses Artikels wieder zurück. Also, was würden Sie mit dem Geld machen? Sachen wir mal, Sie bekommen ein drittel des Gesamtgewinns. Das dürften dann circa fünfzehn Millionen Euro sein, oder? Die meisten Befragten beantworten diese Frage mit einer Immobilie. Das ist dann entweder ein Haus oder ein ganzes Geschäftshaus. Von der Miete kann man dann Leben und das andere Geld gibt man dann mit den anfallenden Zinsen aus. Das wäre ein Leben! Aber ist das lebenswert? Das ist die große Frage. Denn die meisten, die je einen Jackpot geknackt haben, sind auch heute noch reich. Und dass sind die, die „auf dem Teppich geblieben“ sind. Fast alle, die erst einmal eine „große Sause“ gemacht haben, leben heut zu Tage sogar zum Teil von Hartz Vier. Kaum zu glauben, aber wahr. Leider. Das was uns als Steuerzahler dabei aufregt ist, das wir für so einen noch mit bezahlen dürfen. Aber das ist eine andere Geschichte.
24 Feb
Beim Anlegen eines Gartens holt man sich meistens Anregungen in schon fertigen Gärten, denn dort sieht man, wie es wirkt, wenn als wächst, blüht und gedeiht. Auch Gartenkataloge, entweder online oder klassisch auf Papier, laden zum Stöbern ein. Da sie meistens die Sträucher und Stauden wunderschön blühend zeigen, stehen bald Pflanzen für die Gestaltung des eigenen Gartens auf der Wunschliste. Aber nur mit schön aussehen und schön blühen ist es nicht getan. Immer wieder hört und liest man, dass sich überwiegend Kinder im Garten Vergiftungen zugezogen haben, weil sie Blätter, Blüten, Früchte oder andere Pflanzenteile in den Mund genommen haben. Wer Kinder hat, weiß, dass das gerade bei kleinen Kindern zu einem großen Problem werden kann, denn die Kleinen nehmen nun mal gern alles in den Mund.
Glücklicherweise wirken nicht alle Pflanzengifte gleich tödlich, aber Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall können auch schon sehr unangenehm sein. Die Beschwerden können aber auch über Hautausschläge, Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zur Bewusstlosigkeit reichen.
Viele der in unseren Breiten bevorzugten Pflanzen haben eine unangenehme Wirkung, wenn sie „verinnerlicht“ werden. Manchmal reicht aber auch die bloße Berührung, um bei einem empfindlichen Menschen Hautreaktionen zu verursachen. Dazu gehören z.B. die beliebten Heckpflanzen Lebensbaum, auch Thuja genannt, und der Kirschlorbeer.
Vor allem bei Sträuchern, bei denen sich nach der Blüte Beeren entwickeln, sollte man besonders acht geben. Es gibt sowohl Sträucher, deren Beeren vollkommen ungiftig sind, aber auch Sträucher, die böse Beschwerden hervorrufen können, wenn die Beeren gegessen werden. Und wie schnell hat ein Kind in einem unbeobachteten Augenblick mal eine Beere gegessen. Ob Bäume, Sträucher, Stauden oder auch Blumen (Fingerhut, Tulpen, Narzissen u.a.), überall kann Gift lauern. Deshalb sollte man schon beim Kauf darauf achten, was zu einer Gefahr werden könnte und was nicht.
22 Feb
„Meine Sträucher schneide ich im Winter“, hört man so manchen Gartenbesitzer sagen. Das trifft für einige Sträucher sicherlich zu. Dazu gehört auch die Silberweide, die wegen der Winterfärbung der Rinde sehr beliebt ist. Da diese hübsche Winterfärbung an den Jungtrieben besonders ausgeprägt ist, sollte man die Pflanze in jedem zweiten Winter stark zurück schneiden. Ebenfalls im Winter schneide ich gerne meinen roten Hartriegel zurück. Im Sommer ist er eher unscheinbar, im Herbst gefällt er mir mit den aubergine-farbenen Beeren, im Winter leuchten dann die roten Äste besonders wunderschön, wenn die Natur ihr weißes Kleid angelegt hat. Den Hartriegel muss man nicht in jedem Winter schneiden, je älter aber die Äste werden, je mehr verlieren sie ihre feuerrote Farbe. Wenn ich ihn dann schneide, verschiebe ich die Arbeit gern auf den späten Winter bis in den Vorfrühling, die abge-schnittenen Zweige nehme ich dann gern mit ins Haus, um sie treiben zu lassen.
Beim Schnitt des Hartriegels muss man nicht allzu vorsichtig vorgehen, wenn man ihn schneidet, sollte man die Vorjahrestriebe bis fast zur Basis zurückschneiden. Kräftige Äste kann auf auch auf 30 cm über den Boden einkürzen.
Einige Sträucher erhalten erst im Frühjahr einen Erhaltungsschnitt, indem sie ausgelichtet werden. Ich schneide auf diese Weise die Berberitzen und die Forsythie. Da die Forsythie ein Frühblüher ist, kann man sich die in Knospen stehenden Zweige zum Treiben ins Haus holen und hat dann schon etwas eher Freude an den schönen gelben Blüten.
Meine rankende Clematis hat einen ganz anderen Schnittzeitpunkt, entweder ich schneide sie überhaupt nicht oder –wenn sie zu groß geworden ist- direkt nach der Blüte.
Wenn man sich nicht ganz sicher ist, wann man seine Sträucher schneiden soll, bekommt man sichere Hilfe in der nächsten Gärtnerei oder Baumschule.
20 Feb
Wir bewohnen ein Haus, das in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut wurde. Es ist zwar sehr massiv, aber es hat keine Betondecken, sondern Lehmbalkendecken. Eine kleine Katastrophe haben wir bereits hinter uns, es war ein Wasserrohrbruch im ersten Stockwerk. Nie werde ich den Anblick vergessen, wie das braune Wasser förmlich durch die Decke regnete. Gar nicht auszudenken, wenn uns mal eine wirkliche Katastrophe in Form eines Feuers treffen würde. Und so ein Feuer ist schnell mal ausgelöst, entweder durch eine heruntergebrannte Kerze, durch ein defektes Elektrogerät oder durch eine defekte oder überlastete Stromleitung. So eine Katastrophe kann einen auch nachts treffen, das gefährliche daran ist, dass man im Schlaf keine Gerüche wahrnimmt. Dadurch atmet man dann das hochgiftige Kohlenmonoxid ein und es kann bereits nach drei Atemzügen Bewusst-
losigkeit eintreten.
Um diesen Gefahren zu entgehen, empfiehlt sich der Einbau eines batteriebetriebenen Rauch-melders. Im Gegensatz zum strombetriebenen Rauchmelder hat er den Vorteil, dass er auch noch einen Brand meldet, wenn der Strom ausgefallen ist. Man bekommt ihn schon recht preiswert und er ist auch einfach zu montieren. Angebracht werden soll er immer an der Zimmerdecke, weil Rauch zuerst nach oben steigt. Brandexperten empfehlen einen Rauchmelder pro Stockwerk und zusätzlich Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmer. Auch den Keller und die Dachräume sollte man mit Rauchmeldern versehen, damit man gegebenenfalls auch von dort einen Brand gemeldet bekommt. Der Rauchmelder ist ein kleines unscheinbares Gerät, das einen lauten Alarm von sich gibt, wenn er mit Hilfe von Sensoren Rauchpartikel in der Luft feststellt. Darum ist er auch nicht für die Küche oder das Bad geeignet, denn Bratdünste in der Küche und Wasserdampf im Badezimmer könnten schnell zu einem Fehlalarm führen.
19 Feb
Das bisschen Haushalt geht doch von allein… Wer kennt dieses bekannte Lied nicht? Möglicherweise die sehr jungen Frauen und Männer von heute, aber die nur etwas älteren Menschen können das Lied mitsingen oder aber zumindest mitsummen. So richtig lustig findet es aber meist nur die Männerwelt, insofern sie keine Hausmänner sind. Jede Frau, die mehr oder weniger den Haushalt ihrer Familie allein erledigen muss, kann über diesen Song nur sehr wenig oder aber gar nicht lachen. Einkaufen, Wäsche waschen und anschliessendes Bügeln, Putzen und Kochen, all das will koordiniert sein und anschliessend mit grösster Sorgfalt abgearbeitet werden. Wehe, dabei läuft nun etwas schief oder wird möglicherweise auch noch ganz und gar vergessen, dann ist der Unmut und Stress von den restlichen Familienmitgliedern vorprogrammiert. Da aber eine gute Mutter und Hausfrau meist perfekt sein möchte, ist nicht nur die körperliche Belastung, sondern darüber hinaus auch die seelische Belastung extrem gross. Ob daran wohl immer alle Familienangehörige denken? Eher nicht, denn sonst würden zum einem die kleinen Fehler und ungewollten Missgeschicke übersehen und zum anderen würde wohl auch mal der Ehepartner oder die Kinder hier und da das ein oder andere an Arbeit abnehmen. So richtig auffallen und bewusst werden wird das den Familienangehörigen meist erst dann, wenn die Mutter mal für ein paar Tage mit Freundinnen verreist oder aber mal ein paar Tage krank ist. Schon bricht bei den allermeisten Familien der Haushalt komplett zusammen. Da wird keine Wäsche mehr gewaschen und gebügelt und der Kühlschrank ist binnen kürzester Zeit absolut leer. Ist die Mutter dann aber wieder voll im Einsatz, sind alle sehr froh, da alles wieder wie gewohnt funktioniert.
17 Feb
Als Naschgarten wird der Obstanbau im eigenen Garten genannt. Denn wenn die Früchte reif sind, kann man jederzeit durch den Garten wandern und von all den Köstlichkeiten naschen.
Viele leckere Früchte kann man im Garten pflanzen. Der Vitaminlieferant ist gut für unsere Gesundheit und gerade wenn Kinder mit im Haushalt leben, unverzichtbar.
Für den kleinen Hausgarten bieten sich das sogenannte Säulenobst an. Diese Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumenbäume sind schmal gewachsen und haben auch im kleinsten Garten Platz.
Die Bepflanzung kann als Hecke erfolgen oder aber auch als Begrenzung zwischen Staudenbeet und Gemüsebeet. Hierfür eignet sich besonders das Spalierobst.
Die Kiwi gehört zur Kategorie Kletterpflanze. Man erntet nicht nur leckere Früchte, sondern hat gleichzeitig einen schönen Sichtschutz geschaffen. Es werden Ecken begrünt, die unschöne Stellen im Garten verdecken, wie z.B. den Komposthaufen, die Mülltonnen oder aber auch eine versteckte Sitzecke.
Als Kübel- oder Terrassenpflanze lassen sich auch verschiedene Obstbäume halten. Hierfür eignet sich besonders die Physalis und die exotische Birnenmelone. In eine Hängeampel wächst die Erdbeere und schon hat man viele Vitamine auf der Terrasse, die jederzeit frisch abgepflückt und vernascht werden dürfen.
Wer ein großes Grundstück besitzt, wird definitiv einen großen Apfelbaum anpflanzen. Wichtig dabei ist der Abstand zum Nachbargrundstück. Man sollte nicht unterschätzen, wie breit die Krone wird. Es gab schon viele Nachbarschaftsstreits, weil das heruntergefallene Obst in Nachbars Garten fiel. Um dies zu vermeiden, sollte man lieber ein paar Meter weiter als nötig von der Grundstücksgrenze Abstand halten.
Beim Pflanzen gilt, das Loch doppelt so groß auszuheben wie der Ballen ist. Anschließend wird der Baum gut angegossen und unerlässlich ist auch ein Stützpfahl. Der Stamm ist noch zu dünn, um einem starken Wind stand zu halten.
Beachtet man diese Hinweise, so hat man für alle Naschkatzen immer frisches Obst im eigenen Garten!
15 Feb
Auch dem Winter kann man schöne Seiten abgewinnen – wenn man will. Ehrlich gesagt, ist es nicht unbedingt meine Lieblingszeit. In Gedanken bin ich eigentlich schon wieder beim Frühling, denn dann kann ich wieder raus in die freie Natur und in den Garten. Was ich jetzt im Winter vermisse, ist das frische Gemüse aus dem eigenen Garten. Bis der erste Salat ernte- reif ist, wird es noch ein paar Monate dauern, da hilft auch der Wintersalat nur ein wenig.
Worauf ich mich freue, ist die Möglichkeit, wieder Wildkräuter bzw Wildgemüse zu sammeln. Da gibt es so einiges im Garten der Natur und auch im eigenen Garten, was gemeinhin als „Unkraut“ angesehen wird und wo so mancher Gartenbesitzer die Nase rümpft und dem lästigen „Unkraut“ am liebsten den Garaus macht.
Die Rede soll hier sein von der Brennessel. Meistens hat man die Brennessel im eigenen Garten, man findet sie als Zeigerpflanze aber auch überall dort, wo stickstoffhaltige Böden sind. Wenn die Brennessel im Garten an einem Platz wächst, wo sie nicht sonderlich stört, sollte man sie ruhig stehen lassen, denn sie ist nicht nur für uns Menschen nutzbar, auch Schmetterlinge nutzen sie als Futterpflanze. Vorteil der Brennessel ist, dass man sie mehrmals im Jahr schneiden kann, sie treibt immer wieder aus. Der aus Brennesselblättern hergestellte Tee, über einen Monat lang morgens und abends getrunken, wirkt entschlackend und ist ein richtiger Frühjahrsputz für den Körper.
Brennesseln lassen sich aber auch hervorragend im biologischen Gartenbau verwenden.
Ich nehme sie gern als Pflanzenstärkungsmittel. Dazu setze ich die abgeschnittenen Brennesseln einen Tag lang mit kaltem Wasser an, seihe sie dann ab und giesse mit dem Wasser meine Pflanzen. Die im Wasser gelöste Kieselsäure festigt die Zellwände der gegossenen Pflanzen und macht sie wiederstandsfähiger. Lässt man die Wasser-/Brennessel-mischung länger in der Sonne stehen, entsteht daraus eine Jauche, die eine hervorragende Düngewirkung hat. Die Pflanzenreste landen bei mir auf dem Kompost.
14 Feb
Der Winter ist für den Gärtner die Zeit des Überlegens, was das letzte Gartenjahr gebracht hat und was man eventuell besser oder anders machen könnte. Die Fertigstellung eines Garten-plans schließt auch gleich die Überlegung mit ein, was man im nächsten Frühjahr an Sämereien und Setzlingen kaufen muss. Ich glaube, jeder Gärtner kommt irgendwann auch mal an den Punkt, wo er sich überlegt, ob er die Setzlinge kaufen oder selbst aus Samen ziehen soll. Zwar hat man genug Arbeit im Garten, aber die Anzucht von Setzlingen fällt genau in die Zeit, wo sowieso noch nicht soviel im Garten zu tun ist, nämlich in den Februar und den März.
Außerdem hat die eigene Anzucht von Setzlingen auch noch einige Vorteile: Es ist natürlich billiger, aus Samen Pflanzen selbst vorzuziehen als die Setzlinge zu kaufen. Auch kann man wesentlich variabler sein, denn so manche Sorte, die man gern im Garten hätte, ist als Setzling nicht erhältlich.
Aber was braucht man alles? Kauft man die Samen in einem gut sortierten Fachgeschäft, bekommt man dort auch die anderen Utensilien wie zum Beispiel die Töpfchen. Die gibt es meistens in Plastik, auch als kleine Plastikwannen, aber dann kann man auch alte, ausgespülte Joghurttöpfchen nehmen. Alle haben eines gemeinsam: man muß die vorgezogenen Pflänzchen umtopfen, was manchmal gar nicht so einfach ist. Im schlimmsten Falle bricht der ganze Wurzelballen auseinander. Angenehmer sind da Töpfchen in verschiedenen Größen aus verrottbarem Material, die durchwurzelt werden und mit den Setzlingen zusammen gepflanzt werden können. Die Anzuchterde kann man ebenfalls entweder kaufen oder auch selbst herstellen. Dazu stellt man eine Mischung aus 1/3 Sand, 1/3 Erde und 1/3 Kompost her. Wenn man nun noch einen sonnigen und hellen Standort findet und die Samen immer etwas feucht hält, dürfte nichts mehr schief gehen. Und wenn doch, probiert man es im nächsten Jahr noch einmal.