Archive for Januar, 2008

Es ist zwar Winter und die Gartenarbeit ist bis auf einige Pflegearbeiten und den Baumschnitt getan, aber man kann jetzt schon etwas für das Frühjahr tun. Leider ist es in unseren Breitengraden so, dass das Gartenjahr durch späte Fröste –man denke da an die Eisheiligen Anfang Mai- stark verkürzt ist. Außerdem ist im Frühjahr der Boden manchmal noch so kalt, dass die Aussaat von bestimmten Gemüsesorten nicht empfehlenswert ist. Was liegt da näher als der Gedanke, die Erntezeit zu verfrühen oder zu verlängern. Eine mögliche Maßnahme ist die Anschaffung eines Frühbeetkastens. Man kann ihn entweder im Gartenhandel kaufen oder aus gebrauchten Brettern, Kanthölzern und alten Fenstern selbst bauen. Der Bau eines solchen Kastens ist eigentlich ganz einfach und verursacht keine nennenswerten Kosten. Wie groß ein Frühbeet-kasten sein muß, kann jeder selbst entscheiden. Wichtig für ein Gelingen ist unter anderem der richtige Standort, möglichst Ost-West-Richtung. Der Deckel aus alten Glasfenstern oder anderem Glas muß schräg auf dem Kasten aufliegen und kann mit Scharnieren an der hinteren Seite befestigt werden. In der Größe des Frühbeetkastens hebt man dort, wo er seinen Standort haben soll, eine kleine Kuhle aus und stellt den Frühbeetkasten hinein. Die hinteren Pfeiler sollten ca. 40 cam, die vorderen Pfeiler ca. 20 cm aus dem Erdreich herausragen. Im zeitigen Frühjahr füllt man die Kuhle dann mit Kompost, oder noch besser, mit Pferde- oder Schafsmist, der festgetreten und mit einer Schicht Laub abgedeckt wird. Nach einigen Tagen, wenn der Mist durchgewärmt ist, arbeitet man noch mit Kompost angereicherte Gartenerde ein. Wenn man noch zwei weitere Tage wartet, ist die Erde soweit aufgewärmt, dass mit der Aussaat begonnen werden kann. Die vorgezogenen Pflänzchen können dann bei entsprechender Witterung ins Freiland ausgepflanzt werden.

Warum nicht mal Mangold

Beim Wort „Spinat“ zucken einige Menschen zusammen, mussten sie ihn in ihrer Kinderzeit doch essen, ob sie wollten oder nicht, denn anscheinend war es nicht möglich, dass Kinder ohne Spinat gesund aufwachsen und stark und kräftig werden konnten. Insbesondere sollte mit dem Essen von Spinat dem Eisenmangel vorgebeugt werden. Heute weiß man, dass der Spinat weitaus weniger Eisen enthält, als ursprünglich angenommen. Außerdem gilt Spinat als Nitratsammler, da er überdurchschnittlich viel Nitrat aus dem Boden aufnimmt und in seinen Blättern anreichert. Dieses Nitrat wird in Nitrit und später in Nitrosamine umgewandelt, die als krebsauslösend gelten.
Eine gute Alternative zum Spinat ist der Mangold, den man auch ohne Schwierigkeiten im eigenen Garten anbauen kann. Im Gegensatz zum Spinat hat der Mangold den Vorteil, dass man ihn mehrmals im Jahr ernten kann. Dazu schneidet man vorsichtig die äußeren Blätter ab, ohne die Herzblätter zu beschädigen. Es gibt zwei Hauptarten, die man im April bis Ende Mai aussähen kann: den „Krausen Mangold“ mit gekräuselten Blättern und den „Glatten Silber“ mit glatten Blättern. Ich habe beide ausprobiert. An den Boden stellen beide Sorten keine großen Ansprüche, sie gedeihen eigentlich überall. Der krause Mangold hat allerdings den Nachteil, dass seine krausen Blätter umständlicher zu reinigen sind als die des glatten Mangolds. Ich habe mich daher für den glatten Mangold entschieden. Zubereitet wird er wie Spinat, auch die Stiele kann man klein schneiden und mitkochen, bei den stärkeren Stielen der Aussenblätter sollte man eventuell die äußere Haut entfernen.
Mangold hat dem Spinat gegenüber aber auch noch einen anderen Vorteil: während der Spinat einjährig ist, ist der Mangold zweijährig. Häufelt man ihn im Herbst an und deckt ihn im Winter mit Laub oder Reisig ab, kann man ihn im Frühjahr nochmals ernten, bevor er in Blüte geht.

Haushalt der Zukunft

In den nächsten Jahren wird sich nicht nur die Arbeit im Haushalt weiter stark verändern, es wird sich auch das Verhalten der Menschen im und am Haus extrem verändern. Diese Veränderung kommt nicht nur durch neue, moderne Geräte zustande, sondern auch sehr stark durch das immer bewusstere Einsetzen von Energie. Das heisst eigentlich, dass weniger umweltschädliche und mehr alternative Energie eingesetzt wird. Der Verbrauch von immer weniger unnötiger Energie ist das grosse Ziel von den Hersteller neuer Haushaltsgeräte, auch wird das Bewusstsein von den Käufern und Verbrauchern auf diesem Gebiet immer kritischer. War es noch vor ein paar Jahren egal, wieviel Benzin oder Diesel ein Auto verbrauchte, schaut heute fast jeder Kunde ganz genau auf den Verbrauchswert. Selbst die Glühlampen im und am Haus werden immer öfter ausgetauscht bzw. durch Energiesparlampen ersetzt, weil sie möglicherweise etwas Strom einsparen können. Hatten manche Unternehmen noch vor Jahren grosse Existenzängste in der Zukunft, diesen Anforderungen nicht gerecht zu werden, sind heute ganz neue Firmen oder aber zu mindest neue Abteilungen in den Unternehmen entstanden. Die entwickeln für den Verbraucher neueste und sparsame Geräte oder aber auch intelligentere Arbeitsabläufe, wobei nochmals etwas von der wertvollen Energie eingespart werden kann. Den allergrössten Anreiz bieten die Energieversorger aber selbst. Durch die immer höheren Strom-, Öl- oder Gaspreise ist die gesamte Bevölkerung von Jung bis Alt auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Energierechnungen nicht immer weiter ansteigen zu lassen oder sogar etwas noch zu senken. Daran erkennt man sehr deutlich, dass der Weg über die Geldbörse, d. h., dass durch die Einsparungen zusätzlich auch mehr zum Leben übrig bleibt, nicht nur extrem einfach ist, sondern auch sehr effektiv.

Meine Freundin ist echt zu beneiden. Wissen Sie auch, warum? Nein? Dann sagen wir Ihnen das heute. Denn ehrlich gesagt, weiß meine Freundin nicht, dass wir total neidisch auf sie sind. Aber vielleicht liest sie ja diesen Text und erfährt so auch endlich mal die Wahrheit. Obwohl sie es sich bestimmt schon oft gedacht hat, aber aus falscher Bescheidenheit auch nicht mit der Wahrheit raus gekommen ist. Also, es ist nämlich so, dass wir uns auch schon seit langem so einen tollen Garten wünschen. Am liebsten sollte er genauso gestaltet sein, wie der von unseren Freunden. Es ist wirklich beneidenswert, wie schön die beiden den Garten eigenhändig gestaltet haben. Und das ganz ohne einen Landschaftsgärtner. Kaum zu glauben, oder? Sie haben sogar einen kleinen Fluss integriert. Es gibt auch einen kleinen Fischteich und in diesen Fischteich mündet der kleine Fluss. Wasserspiele oder Wasser Geräusche im Allgemeinen haben so eine wunderschön beruhigende Wirkung. Oder empfinden Sie das anders? Es gibt ja auch Menschen, denen das Geräusch von Wasser gar nicht gefällt. Die denken dann immer gleich, dass sie die nächste Toilette aufsuchen müssten. Aber wir finden das total toll. Die Beete bei meiner Freundin im Garten sind auch genauso angelegt, wie wir das auch machen würden. Eigentlich würden wir Euren Garten einfach an unser Haus kopieren. So, jetzt ist es endlich mal raus! Jetzt hoffen wir natürlich noch, dass ihr das auch lesen werdet, damit wir feigen Freunde es Euch nicht so sagen müssen! Das ist natürlich alles ein Scherz, aber Ihr wisst schon, wie wir das meinen.

Der Barbarazweig

Es wird Winter, die Herbststürme haben die letzten Blätter von den Bäumen geblasen. Jetzt dauert es wieder einige Monate, bis die Natur erwacht und die ersten Knospen den kommenden Frühling anzeigen. Wer sehnt sich an diesen dunklen Wintertagen nicht den Frühling herbei. Man kann dem natürlich auch ein wenig nachhelfen. Gut geeignet dazu ist der 4. Dezember, der Barbaratag. Er wurde nach der Hl. Barbara benannt, die zu Anfang des 4. Jahrhunderts lebte und durch die Hand ihres Vaters starb, weil sie es gewagt hatte, sich zum Christentum zu bekennen. Der Legende nach blühten am Weihnachtstag die Blumen auf ihrem Grab. Wegen dieses Blumenwunders wurde die christliche Märtyrerin heilig gesprochen und wird als Schutzpatronin vereehrt.
In ländlichen Gegenden galten Barbarazweige als Glücksbringer. Stellte man die am Barbaratag geschnittenen Zweige in Stuben und Stallungen auf und sie erblühten zur Weihnachtszeit, dann wurde dies als gutes Zeichen gewertet. Auch heute holt man sich im Winter gern etwas Frühling ins Haus. Gut geeignet sind Forsythienzweige oder Zweige von Mandel- oder Kirschbäumchen, von Haselnuß, Zaubernuß und vielen anderen Gehölzen. Mit dem Schneiden der Zweige sollte man so lange warten, bis es mehrere Tage unter 5 Grad Celsius war, denn sonst sind die Zweige nicht treibfähig.
Hat man treibfähige Zweige geschnitten, so kann man das Austreiben dadurch beschleunigen, dass man sie einem Warmwasserbad unterzieht. Danach schneidet man sie schräg an und stellt sie in eine Vase mit lauwarmem Wasser. Dann kann man die Zweige sich selbst überlassen und abwarten, bis die ersten Knospen und Blüten erscheinen. Das Wasser sollte allerdings hin und wieder erneuert werden und wer noch einen Kupferpfennig zur Hand hat, kann ihn vor Schutz gegen Fäulnisbildung ins Wasser legen.

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